Mittwoch, 13. September 2017

OH, BETON! | Wie alles anfing und wie die Geschichte endet...

Alles fing an mit einem Buch. Nein nicht mit unserem, das kam erst später. Nein, mit einem Buch zweier Schwedinnen über Gartendeko aus Beton. Und ich so, ach! Das würde ich ja auch gerne mal machen! Und meine Freundin Billa war gleich mit dabei. Juchuu!

Ynas Design Blog und Oh, Beton! | Eine kleine Geschichte


Das war im August 2012. Einkaufsliste für den Baumarkt geschrieben, diverses Becherzeugs gesammelt und schon konnte es losgehen. Erste Versuche bei uns im Garten, bei herrlichem Wetter. Billa rührt mal nicht im Kochtopf, sondern in einem Eimer. Und ich stelle mich als eine perfekte menschliche Rüttelmaschine heraus :) Passt super!


Oh, Beton! | erste Versuche im Garten

Die ersten Versuche mit handgesiebtem Estrich waren noch etwas grob, aber wir waren stolz, wie Oskar. Und so schlecht waren die Ergebnisse auch gar nicht.


Oh, Beton! | erste Versuche | eine Betonschale in schwarz


Mit jedem Mal wurden die Schalen und Vasen besser. Und im Oktober 2012 haben wir dann ein Gewerbe angemeldet und unsere kleine Firma Oh, Beton! gegründet. Und schon konnten wir loslegen mit unserem Oh, Beton!-DaWanda-Shop! Mit unserem Logo gab es nun Postkarten, die wir auf diversen Kreativmärkten immer fleißig verteilt haben. (Wir waren immer die, die mit der Sackkarre anreisen mussten.)

Oh Beton | Standaufbau Skizze


Oh, Beton! | erste Versuche | eine Betonschale

Im November 2013 kam dann unser erster großer Auftrag. Heidelberg Zement. Au weia! Draußen im Garten bei Minustemperaturen ging das ja nun nicht mehr. Also ab in den Keller. Auch nicht gerade kuschelig. Aber wat mut dat mut. Ging alles gut und wir haben noch oft für die Werbemittelfirma von HC größere Aufträge übernommen.



Oh, Beton! | erster großer Auftrag | Betonmagnete
2014 kam uns dann die Idee mit dem Beton Buch. Billa hatte ja schon Erfahrung im Büchermachen. Ihr Powerfood Buch war schon erschienen. (Das machte mir Mut.) Und wir fanden sogar relativ schnell einen Verlag, der das Projekt mit uns umsetzen wollte.
In der Zwischenzeit hatten wir dann auch eine eigene kleine Werkstatt. Unsere K93 :) Zwar wieder ohne Heizung, aber ganz unser Reich, wo wir nach Herzenslust im Zement rühren konnten.

Oh, Beton! | unsere Werkstatt, die K93


Hier haben wir Nachschub für den DaWanda Shop produziert, Türstopper für ein Hotel in Hamburg gefertigt oder einen kleinen Auftrag für die Maison & Objet in Paris übernommen. Und natürlich haben wir hier auch einen Großteil der Fotos für unser Buch geschossen. Vor allem natürlich all die Making of Bilder.

Oh, Beton! | Betondiamanten und Betonhäuser


Im April 2015 war es dann soweit. Unser Buch erschien beim Christian Verlag "Oh, Beton! - Dekoratives und Praktisches zum Selbermachen" Yeah!


Oh, Beton! | Unser Buch | Erschienen beim Christian Verlag


Leider hat Billa sich dann doch wieder verstärkt ihren Töpfen gewidmet (da ist das Umrühren nicht ganz so anstrengend) also habe ich die kleine Firma ab November 2015 dann alleine weitergeführt. 2016 kam dann auch noch eine Website hinzu. Braucht man ja als Firma, oder? Um ehrlich zu sein, wenn man mal auf DaWanda bekannt ist, braucht man die eigentlich nicht :) Egal. Ich hatte ein neues Logo gestaltet und meine Seite Oh Beton hochgeladen.

Oh, Beton | die Website

Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass es eigentlich keinen Spaß macht, so alleine zu rütteln und schütteln. Die Werkstatt war mir zu kalt. Daheim im Büro kann man so eine Art Arbeit ja nun mal nicht erledigen. Also habe ich schweren Herzens Ende 2016 meine kleine Firma aufgegeben. Anfang 2017 gab es noch mal eine kleine Überraschung, als das Oh, Beton! Buch in Finnland erschienen ist. Oi, Betonia! :))

Oh, Beton! | kleine Betontöpfchen für Salz
Oh, Beton! | das RingDing aus Beton
Und nun? Nun ist der DaWanda Shop noch bis Ende des Monat geöffnet und die letzten Reste Beton warten auf einen Abnehmer. (Es gibt übrigens Prozente :)) Dann wird der Shop in dieser Form erst mal geschlossen. Schluchz! Ich kann es ja noch gar nicht glauben, und ich denke auch Billa ist ein klein wenig traurig, wie das alles so gekommen ist, oder?
Aber wer weiß. Es kommt ja immer wieder was Neues. Und wie zitiert meine Freundin immer so gerne: "Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße!"

Abschließen möchte ich mit einem meiner absoluten Lieblingsbilder aus der ganzen Betonzeit. Die ersten dunklen Schalen, die aussahen wie Lavagestein, waren mir am liebsten und darin das rosaorangene Pfaffenhütchen. Hach! Ich werd's vermissen...

Oh, Beton! | Lieblingsschale aus schwarzem Beton


Kommentare:

  1. Liebe Yna,
    Du weißt doch...."wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine Neue"
    Kein Grund traurig zu sein. Ihr habt viel erreicht mit eurer beton - Idee und ich bin gespannt, was dir als Nächstes einfällt. Ich wünsche dir dabei ganz viel Erfolg.

    Liebe Grüsse
    Nicole

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  2. Liebe Yna,
    mir wird ganz schwer ums Herz, wenn ich diesen Post lese. Ich kann mich gut reinfühlen....es ist sehr traurig, wenn man etwas aufgeben muss wo man eigentlich dran hängt. Aber bei deiner Kreativität wird es sicher auch wieder eine neue Leidenschaft geben....wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und bin gespannt was dir noch so einfällt!
    LG Astrid

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  3. Hallo Yna,
    da kommt bestimmt etwas ganz Neues was dich fasziniert.
    Liebe Grüße, Kerstin

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  4. Liebe Yna, sei nicht traurig - ich freue mich immer über die schönen kleinen Dinge, die ich von euch habe.
    Und ein bisschen war ich ja immer dabei ;-)
    Liebe Grüße und viel Spaß bei Deinen vielen tollen anderen Dingen, in denen Du sooo kreativ bist,
    Kristina

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  5. Ein schöner Oh-Beton-Rückblick. Ich bin auf das Neue gespannt, es hat sich ja so oder so schon viel getan.
    Liebe Grüße
    Cora

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  6. ihr habt wirklich wunderschöne sachen gemacht und das buch ist einfach total schön geworden! aber manchmal ist einfach die zeit reif für neues!
    liebe grüße
    mano

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  7. ach ja. schon schade... aber ich halte eure beton-schätze in ehren! hab ja sogar zwei der ersten schalen hier noch stehen! :)
    ich drück euch die daumen für all die tollen projekte, die da noch so kommen werden!
    viele grüße
    die frau s.

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  8. Vielen Dank für diese schöne (Erfolgs-)Geschichte, liebe Yna !!! Ich denke, gerade das macht einen kreativen Menschen aus : nicht bei einer Sache hängenbleiben, sondern stets etwas Neues ausprobieren und wagen. Vielleicht kommt jetzt die Shibori-Manufaktur ??? Das Potential dazu hättest du allemal, wenn ich mir deine unglaublich schönen Stoffe anschaue ...
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende, helga

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    1. Danke liebe Helga.
      Das "Shibori-Ding" können andere sicher besser... Aber du hast Recht, man muss einfach immer mal wieder was Neues ausprobieren :)

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